Mit der „Großen Nein-Tonne“ Selbstwahrnehmung stärken
Am 09. September rückte eine ganz bestimmte Tonne im Rahmen eines Theaterstücks in der Aula der Schule an – die große Nein-Tonne. Eine Nein-Tonne? Was gehört denn da hinein? Das fragten sich die Zuschauer aus der Jahrgangsstufe 1 / 2. Schnell wurde klar – es geht um Gefühle. Um gute Gefühle, aber auch um komische Gefühle, die ein Grummeln im Bauch erzeugen und sich nicht gut anfühlen. Steffi und Vincent von der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück gingen auf Gefühlsentdeckungstour und erzählen von Erlebnissen, die bestimmt jeder von uns schon einmal erlebt hat. Erlebnisse, die ein schönes Gefühl machen und solche, bei denen wir ein blödes oder komisches Gefühl haben und uns auch richtig sauer oder traurig machen.
Aber muss man alles machen, was Erwachsene oder andere Menschen über uns bestimmen? Wie ist das mit Mutproben oder sich Anfassen lassen von anderen, die vorher erst gar nicht fragen? Eine Jacke anziehen, obwohl mir ja gar nicht heiß ist, sondern nur weil ein Erwachsener das sagt und verlangt? Dinge, die ein Nein-Gefühl im Bauch erzeugen? Die gehören in die Nein-Tonne – mit dem pfiffigen Spruch „Tonne, Tonne, Deckel auf, ich hab ein Nein-Gefühl im Bauch. Das will ich nicht! Das muss nicht sein! Drum werf ich’s rein mit Nein! Nein! Nein!“ klappte das sogar noch besser. Schon schnell konnten die Kinder den Reim mitsprechen und so verinnerlichen. Allerdings zeigten Steffi und Vincent auch, dass es ein paar Regeln gibt, die zwar nicht so schön sind, aber durchaus Sinn machen, wie zum Beispiel das Zähneputzen. Nach dem Theaterstück besprachen die beiden Schauspieler noch einmal mit den Kindern, wie wichtig es ist, auf eigene Gefühle zu hören und sie wahrzunehmen und auch Nein-Sagen zu dürfen in Ordnung ist.






